„Tabu“ ist Schwerpunktthema bei Sommerblut 2014

Mit rund 80 Veranstaltungen, 35 Veranstaltungsorten und über 500 Künstlern geht das Sommerblut Kulturfestival dieses Jahr an den Start. Thematischer Schwerpunkt ist das Thema Tabu. Das Festival der Multipolarkultur zeigt ein spannendes und vielfältiges Programm mit Veranstaltungen aus allen Bereichen. Bei dem internationalen Theaterprojekt „Taburopa“ beschäftigen sich vier europäischen Ensembles mit Tabus in Europa.

Vom 2. bis 18. Mai 2014 präsentiert das Sommerblut Kulturfestival an 35 Veranstaltungsorten in Köln ein Kultur- und Kunstprogramm mit über 80 Veranstaltungen und mehr als 500 nationalen und internationalen Künstlern. Das Kulturfestival bietet für jeden Geschmack etwas: Veranstaltungen aus den Bereichen Tanz, Musik, Theater, Film, Literatur und Ausstellungen treten in fruchtbare Kommunikation, verbinden Spezialistentum zu innovativen Kunstformen und eröffnen neue Dimensionen von Erleben und Erfahrung.

Schwerpunkt des Sommerblut Kulturfestivals 2014 ist „Tabu“. Die Veranstaltungen thematisieren Dinge, die in unserer Gesellschaft mit dem Siegel des unausgesprochenen Verbots belegt sind, aber vielleicht auch heimlich begehrt werden. Sommerblut hat ein Programm ausgewählt, welches das Thema „Tabu“ aus vielen Blickwinkeln und über alle Genregrenzen hinweg betrachtet. Ein Höhepunkt ist das internationale und von der EU geförderte Theaterprojekt „Taburopa“. Ensembles aus Brüssel, Lissabon, Warschau und Köln zeigen, welche kulturellen, historischen und alltäglichen Tabus in Europa präsent sind.

Bei „Sexistenz“ betreten zwei weitere Tabus die Bühne: Sexualität und Behinderung. In dem Theaterstück „Nahverkehr“ geht es um Erotik, Sexualität, erotische Abenteuer – aufgeührt von Menschen mit Behinderung zusammen mit professionellen Schauspielern. „Nahaufnahmen“ ist ein multimediales Projekt, in dem Menschen mit Behinderung in Bildern, Geschichten, Erzählungen und einer Ausstellung der Hamburger Künstlergemeinschaft „Die Schlumper“ ihre vielfältigen Erfahrungen mit dem eigenen Körperbild und der Tabuisierung von Sexualität behinderter Menschen artikulieren.

Viele weitere Programmpunkte finden darüber hinaus zum Thema Inklusion statt. Bei der internationalen Theaterperformance „Verflüchtigung“ zeigen Künstler mit und ohne Behinderung was es heißt, anders zu sein und was das für unsere moderne Gesellschaft bedeutet. Die Love-Comedy „Bis dass der Tod uns scheidet“ wird in Kooperation mit der Fachhochschule Köln zum ersten Mal in Deutschland per Ferndolmetscherdienst Comedy für Gehörlose übertiteln. Das große Kulturfinale feiert Sommerblut mit „Wir sind Menschen“ ganz im Zeichen von „Tabus“ auf Odonien.

Zum kompletten Programm geht es hier.

Tickets zu allen Veranstaltungen gibt es auf www.sommerblut.de und bei KölnTicket www.koelnticket.de und den dazugehörigen Vorverkaufsstellen.

Erste Eindrücke der Pressekonferenz (Bilder Mike Heitmeier)