Drei mexikanische Frauen auf der Suche nach Gerechtigkeit.

Die Autorin und Regisseurin Perla de la Rosa erzählt in „Justicia Negada“ von dem Kampf, dem Schmerz und der Verzweiflung, die zurückbleiben, wenn junge Frauen in Ciudad Juárez (Mexiko) spurlos verschwinden. Die bis heute andauernde Gewalt gegen Frauen in der Grenzregion im Norden Mexikos gehört seit den 1990er Jahren zum Alltag, überlagert und verdeckt von Drogenkrieg und staatlicher Repression.

Ausgehend vom Schicksal dreier Frauen und dem Gerichtsurteil zum Fall „Campo-Algodonero gegen Mexiko“, kommen in dem Stück die Mütter der Opfer zur Sprache – alle auf der Suche nach Gerechtigkeit. Eingebettet in die mythische Saga, die den Fragen nach dem Sein und den Abgründen der Menschheit nachgeht, verleiht die Inszenierung den Protagonistinnen eine starke Stimme. Mit ihrem Stück bricht de la Rosa das „Tabu“ um den Feminizid, um die Hunderte von Frauen, die in der Grenzregion entführt, vergewaltigt, getötet und in die Wüste entsorgt werden.

Aufführung in spanischer Sprache mit Übertitelung.

Publikumsgespräch und Diskussion mit dem Ensemble über die Arbeit in der Grenzregion an beiden Tagen jeweils im Anschluss an die Veranstaltung.